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Einleitung
Wie funktioniert’s? 
Für Lehrende/Trainer:innen 
Über Kultur
Über das Projekt
Datenschutz
Nutzungsbedingungen

 

Einleitung

Der Culture Simulator ist ein interkulturelles digitales Trainingstool, das allen, die sich für kulturelle Unterschiede interessieren und mehr über die Kultur eines anderen Landes erfahren möchten, kostenlos zur Verfügung steht. Der Culture Simulator in Papierform wurde von Fiedler, Mitchell, Triandis und anderen von der University of Illinois, USA (1971), entwickelt. Ab den 1990er Jahren wurde er von Alexander Thomas von der Universität Regensburg (Deutschland) in einer Reihe von Publikationen mit dem Titel „Beruflich in…“ (gefolgt vom Namen eines Landes) weiterentwickelt. Der Culture Simulator auf dieser Webseite ist vollständig digital und deckt eine Reihe verschiedener Länder ab. Er wird in sechs Sprachen verfügbar sein: Englisch, Französisch, Polnisch, Italienisch, Deutsch und Niederländisch. Ursprünglich hieß dieses Trainingstool „Culture Assimilator”, aber wir haben uns für den Namen „Culture Simulator” entschieden, in Anlehnung an den „Flugsimulator”. Der Culture Simulator fordert Sie heraus, die wahrscheinlichste Erklärung für Verhaltensweisen in anderen Kulturen zu finden, die sich von denen unterscheiden, die Sie selbst gewohnt sind. Der Culture Simulator konzentriert sich in erster Linie auf kulturelle Unterschiede innerhalb Europas und bietet derzeit Simulatoren, die Sie in die Kultur Deutschlands, Frankreichs, Italiens, der Niederlande und Polens einführen. Der Culture Simulator konzentriert sich dabei auf Situationen im Arbeitsumfeld. Er richtet sich in erster Linie an internationale Unternehmen, Studierende und Menschen, die international tätig sind. Aber die kulturellen Verhaltensmuster, die im Arbeitsumfeld sichtbar werden, spielen natürlich auch in der übrigen Gesellschaft eine Rolle, sodass der Culture Simulator auch für alle interessant ist, die in die Kultur eines Landes eintauchen möchten.

Wie funktioniert’s?

Wählen Sie aus der Liste der Länder ein Land aus, über das Sie mehr erfahren möchten. Starten Sie dann den Simulator. Ihnen werden 20 verschiedene Geschichten präsentiert, die am Arbeitsplatz in diesem Land spielen, und Sie müssen eine Erklärung dafür finden, warum sich die Menschen in der Geschichte so verhalten, wie sie es tun. Sie können aus vier verschiedenen Erklärungen wählen. Wenn Sie auf eine Erklärung klicken, erhalten Sie sofort Feedback, ob diese wahrscheinlich ist oder nicht und warum. Sobald Sie die wahrscheinlichste Erklärung gefunden haben, erhalten Sie eine ausführlichere Erklärung über die kulturelle Logik hinter diesem Verhalten. Dieselbe Logik kann sich auf viele weitere Verhaltensweisen auswirken, sodass Sie dieser Logik im Kultursimulator möglicherweise mehrmals begegnen. Dies zeigt die Konsistenz im Verhalten der Menschen in diesem Land. Nach einer Runde mit 20 Geschichten sehen Sie Ihre Punktzahl. Wenn Sie sofort die beste Erklärung für alle Geschichten ausgewählt haben, erhalten Sie 100 Punkte, wenn Sie nicht sofort die wahrscheinlichste Antwort gefunden haben, erhalten Sie weniger Punkte. Sie können eine weitere Runde mit 20 Geschichten spielen und dies so oft wiederholen, wie Sie möchten. Mit jeder Runde werden einige der Geschichten erneuert. Um den Culture Simulator in Zukunft nutzen zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Dadurch kann Ihr Ergebnis gespeichert werden. Bei zukünftigen Versuchen können Sie dann sehen, ob Sie besser abgeschnitten haben als zuvor. Die Registrierung stellt auch sicher, dass unvollendete Runden gespeichert werden und später fortgesetzt werden können.

Für Lehrende/Trainer:innen

Individuelle Nutzung Momentan kann der Culture Simulator nur als individuelles Training für Ihre Teilnehmenden genutzt werden. Diese können über https://culturesimulator.org/en/home-en/ darauf zugreifen und den Culture Simulator für ein oder mehrere Länder ausprobieren. In der Zukunft wird es mehrere Möglichkeiten, den Culture Simulator zu nutzen geben. Der Kultursimulator führt die Teilnehmenden in konkrete andere Kulturen ein, aber die Wirkung dieses Lerninstruments endet damit nicht. Wir glauben, dass sie, sobald sie beginnen, eine fremde Kultur zu verstehen, auch besser verstehen, was Kultur und kulturelle Unterschiede im Allgemeinen bedeuten, und erkennen, was nötig ist, um eine andere Kultur zu verstehen. Kurz gesagt, wir glauben, dass sie durch das Training mit dem Culture Simulator ihre interkulturellen Fähigkeiten insgesamt verbessern und sehr unterschiedliche Kulturen leichter verstehen können.

Über Kultur

Der Culture Simulator trainiert die Nutzenden darin, Kultur auf eine bestimmte Art und Weise zu betrachten – dahinter stehen klare wissenschaftliche Erkenntnisse. Unser Verständnis von Kultur basiert nicht auf einem allgemeinen Modell mit einer Reihe von Dimensionen. Wir gehen davon aus, dass Kulturen einzigartige Merkmale aufweisen, die separate detaillierte Beschreibungen erfordern und nicht mit dem gleichen Maßstab gemessen werden können. Die Geschichten im Kultursimulator gehen über Etikette-Regeln oder einfache Fakten über die Bräuche eines anderen Landes hinaus. Wir möchten Einblicke in die tieferen Beweggründe geben, warum Menschen in anderen Ländern sich anders verhalten als wir. Das Ziel ist es nicht, stereotype oder verallgemeinernde Ansichten über verschiedene Nationalitäten zu präsentieren. Die Geschichten im Kultursimulator basieren auf realen Situationen, die Expats uns in Interviews geschildert haben. Es handelt sich dabei nicht um deterministische Theorien darüber, wie eine Kultur funktioniert. Sie basieren auf konkreten Erfahrungen, die Menschen während ihres Lebens und ihrer Arbeit in einem anderen Land gemacht haben. Wir behaupten nicht, dass sich alle Menschen einer Kultur gleich verhalten – ganz im Gegenteil. Wenn jedoch bestimmte Verhaltensweisen immer wieder auftreten, untersuchen wir, was dahinterstecken könnte. Das Ziel ist es, die Gründe für das Handeln zu verstehen, nicht Menschen zu kategorisieren und die Komplexität realer kultureller Begegnungen widerzuspiegeln. Unser Ansatz ist interpretativ: Wir versuchen, die plausibelste Erklärung für das typische Verhalten zu finden, das in der Geschichte vorkommt. Natürlich können wir nie mit absoluter Sicherheit sagen, warum jemand in einer bestimmten Situation so handelt, wie er oder sie es tut, aber wir können Aussagen darüber treffen, was mehr oder weniger wahrscheinlich ist und welche Erklärung eindeutig nicht zutrifft. Auf diese Weise unterstützen wir die Nutzenden dabei, verschiedene Optionen für das Verhalten im Ausland abzuwägen.

Über das Projekt

Der Culture Simulator wurde von fünf europäischen Universitäten im Rahmen des von der Europäischen Union finanzierten CAPIRE-Projekts (2022-2025) entwickelt: Uniwersytet Mikołaja Kopernika in Toruń, Polen; Université Gustave Eiffel in Paris, Frankreich; Università degli Studi di Milano-Bicocca, Italien; Universität Osnabrück, Deutschland; und Universiteit Twente in Enschede, Niederlande. Wissenschaftler:innen aus Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Polen befragten jeweils Personen aus diesen Ländern, die in einem der anderen Länder arbeiten (sog. Expats). Die Geschichten im Kultursimulator basieren somit auf realen Situationen, die Expats in einem anderen europäischen Land erlebt haben. Sie beschreiben daher die häufigsten kulturellen Unterschiede, denen Expats in einem Land begegnen können. Aus didaktischen Gründen wurden die Geschichten teilweise leicht umgeschrieben und gestrafft. Die Beschreibung der kulturellen Logik hinter dem Verhalten wurde von Wissenschaftler:innen aus dem Land, in dem die Geschichte spielt, überprüft und mitbeschrieben. Die folgenden Personen haben an diesem Projekt mitgearbeitet: Pawel Brzustewicz, Claudia Cavallari, Sylvie Chevrier, Sarah Dhaiby, Arnold Enklaar, Helen Eve, Aldona Glińska-Neweś, Louisa Joyce Kersten, Karsten Müller, Katarzyna Pawlonka, Simone Pulcher, Svenja Schumacher, Nienke Smit, Lia Tirabeni und Anna Wiegand. Die digitale Plattform wurde von Junior-ESIEE-Studierenden der ESIEE Paris entwickelt. Vorschläge und neue Geschichten sind willkommen. Wir möchten in Zukunft auch neue Länder hinzufügen. Die Inhalte des Culture Simulators werden von einer Redaktion verwaltet, die bestehende Geschichten verbessern und neue hinzufügen kann. Neue Geschichten, die beim Culture Simulator eingereicht und von diesem genehmigt werden, unterliegen dem gleichen Creative-Commons-Schutz wie die bestehenden Geschichten im Culture Simulator (siehe Nutzungsbedingungen).

Datenschutz

Die Plattform „Culture Simulator“ speichert die E-Mail-Adressen, Passwörter und andere Daten (Organisation oder Unternehmen und Standort) der Nutzenden. Die Daten werden ausschließlich für den Betrieb der Plattform und zur Information der Nutzenden verwendet, jedoch ausdrücklich nicht an Dritte weitergegeben.

Nutzungsbedingungen

Die Inhalte der Plattform Culture Simulator können unter den Bedingungen der Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International genutzt werden: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/ Diese Lizenz ermöglicht eine Wiederverwendung und Verbreitung des Materials in jedem Medium oder Format nur in unveränderter Form, nur für nichtkommerzielle Zwecke und nur unter Angabe der Urheberschaft. CC BY-NC-ND umfasst die folgenden Elemente: BY: Urheber:in muss genannt werden: „Aus: www.culturesimulator.org” NC: Nur die nichtkommerzielle Nutzung des Werks ist gestattet. ND: Es sind keine abgeleiteten Werke oder Bearbeitungen des Werks zulässig.

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